LOGO FG Gesundheitspsychologie

dgps logo1

Autoren: R. Römer, P. Ape & M. Klein; Kompetenzplattform Sucht, Katholische Fachhochschule NW, Köln

Schwerpunkte: Erziehungskompetenz, Sucht- und Gewaltprävention

Zielgruppe: Drogenabhängige Mütter in Substitutionsbehandlung und ihre Kinder (0-6 Jahre)

 

Ziele: Das Programm MUT! ist frühestmögliche Suchtprävention, gleichzeitig auch Gewaltprävention und Entwicklungsförderung. Der Kurs zielt auf die Sensibilisierung der Mütter für kindliche Bedürfnisse und darauf aufbauend auf die Umsetzung dieses Wissens im Erziehungsalltag. Inhalte: Herstellung eines Bezug zwischen der eigenen Lebensgeschichte und der aktuellen Beziehung zum Kind Erkennen und Umsetzung des Spektrums elterlicher Aufgaben Verbesserung der Wissenskompetenz über kindliche Entwicklung Übernahme von Verantwortung für die eigene Suchterkrankung (besonders gegenüber dem Kind) Übernahme von Verantwortung für die aktuelle Lebenssituation und das Mutter-Sein Stärkung des mütterlichen Selbstwertgefühls Erweiterung der elterlichen Handlungskompetenz Erwerb entwicklungsförderlichen Elternverhaltens Methodik/ Didaktik: Lösungsorientierter Erfahrungsaustausch Psychoedukative Maßnahmen Körperorientierte Arbeit Rollenspiele

Durchführung: Insgesamt 11 Termine, davon 9 Gruppensitzungen und 2 Einzelsitzungen. Dauer jeweils ca. 2,5 Zeitstunden. Gruppengröße zwischen 4-6 Mütter. Die Gruppensitzungen finden bis auf zwei Termine ohne die Kinder statt.

Trainer: Fachkräfte aus der Sucht- und Jugendhilfe mit 5tägiger Schulung. Bisher wurden 21 Trainerinnen geschult. Die Schulungen werden über die Weiterbildungsstelle der KFH NW angeboten: Koordinationsstelle Weiterbildung, Wörthstrassse 10, 50668 Köln, T0221/7757-312

Evaluationsmethode: Durchführung projektintern Design unkontrollierte Verlaufsstudie mit Prä- und Postmessung Stichprobe n=14 Follow-Up nein

Evaluationsergebnisse: Die Wirksamkeitsprüfung zeigt eine signifikante Reduktion der Isolationsgefühle, der Erziehungsstress verringert sich insgesamt deutlich. Das elterliche Selbstwertgefühl stabilisiert sich auf ein nicht mehr als pathogen einzuschätzendes Niveau. Die Kursbewertung durch die Teilnehmerinnen entspricht in Schulnoten durchschnittlich einer 1,5. Verbreitung: MUT!-Kurse werden gegenwärtig in verschiedenen Suchthilfeeinrichtungen durchgeführt (z.B. BELLA DONNA Landesfachstelle Frauen & Sucht NRW; DROBS Dortmund)

Einsatzbereiche: Der Kurs ist einsetzbar sowohl in Sucht- als auch in Jugendhilfeeinrichtungen, die Zugang zu der Zielgruppe haben.

Literatur: Die Publikation erfolgt im Frühjahr 2006 beim Roderer Verlag (Regensburg) in Buchform. Das Buch umfasst die Darstellung der inhaltlichen Grundlagen der Kurskonzeption, die Evaluations-ergebnisse und das detaillierte Manual zur Kursduchführung.

Kontakt: Kompetenzplattform Sucht Katholische Fachhochschule NW, Abt. Köln Wörthstr. 10 50668 Köln Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.addiction.de