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Autoren: P. Pössel, A. Horn, S. Seemann & M. Hautzinger; Abt. Klinische und Entwicklungs-psychologie, Universität Tübingen

Schwerpunkte: Prävention und Reduktion depressiver Symptome

 

Zielgruppe: Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren

Ziele: Entwicklung von selbstgesteckten Zielen, Aufbau von funktionalen Kognitionen, Kommunikationstraining, Training Selbstsicheren Verhaltens zur Prävention der Entstehung und Reduktion von depressiven Symptomen Inhalte: siehe Ziele

Methodik/ Didaktik: Frontalunterricht, Experimente, Rollenspiele, Kleingruppen- und Stillarbeit, Diskussionen Durchführung: Nach dem Geschlecht getrennte Klassen, Gruppengröße zwischen 8 und 24 Jugendliche, 10 Doppelstunden zu je 90 Minuten.

Trainer: PsychologiestudentInnen und Diplom-Psychologen, besondere Schulung nicht notwendig

Evaluationsmethode: Durchführung Abteilung für Klinische und Entwicklungspsychologie der Universität Tübingen Design Randomisiertes Kontrollgruppendesign, Erfolgskriterien: selbst berichtete depressive Symptomatik, automatische Gedanken und das soziale Netzwerk Stichprobe k. A. Follow-Up 3, 6, und 12 Monate

Evaluationsergebnisse: Es zeigte sich, dass LARS&LISA bei Jugendlichen, die zu Beginn der Studie keine depressiven Symptome berichteten einen Anstieg dieser Symptome verhindern konnte, während es in der Kontrollgruppe zu einem solchen Anstieg kam (Präventionseffekt). In der Gruppe mit subklinischen depressiven Symptomen konnte darüber hinaus ein Rückgang der depressiven Symptomatik erreicht werden, der sich nur in der Trainings- nicht aber in der Kontrollgruppe zeigte. Differentielle Analysen zeigten, dass die Effektivität von LARS&LISA nicht von komorbiden nicht-depressiven Symptomen beeinflusst wird. Selbstwirksamkeit jedoch beeinflusst die Effektivität von LARS&LISA in so fern, dass hoch selbstwirksame Jugendlichen mehr von ihrer Teilnahme profitieren als niedrig selbstwirksame SchülerInnen.

Verbreitung: k. A.

Einsatzbereiche: Allgemeinbildenden Schulen, jedes Setting, in dem sich Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren aufhalten

Literatur: Pössel, P., Horn, A. B., Seemann, S. & Hautzinger, M. (2004). Trainingsprogramm zur Prävention von Depressionen bei Jugendlichen. LARS&LISA: Lust An Realistischer Sicht & Leichtigkeit Im Sozialen Alltag. Hogrefe: Göttingen. Pössel, P., Baldus, Ch., Horn, A. B., Groen, G. & Hautzinger, M. (in press). Influence of general self-efficacy on the effects of a school-based universal primary prevention program of depressive symptoms in adolescents. Journal of Child Psychology and Psychiatry. Pössel, P., Horn, A. B. & Hautzinger M. (2003). Erste Ergebnisse eines Programms zur schulbasierten Prävention von depressiven Symptomen bei Jugendlichen. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 11, 10 - 20. Pössel, P., Horn, A. B. & Hautzinger, M., & Groen, G. (2004). School-based Universal Primary Prevention of Depressive Symptoms in Adolescents: Results of a 6-Month Follow-up. Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, 43, 1003 - 1010. Pössel, P. Seemann, S. & Hautzinger, M. (im Druck). LARS&LISA: Ein universales Programm zur Vorbeugung von Depressionen, Kurz- & Langzeiteffekte. In B. Röhrle (Hrsg.), Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche. Tübingen: DGVT-Verlag.

Kontakt:
Dr. Patrick.Poessel
Universität Tübingen
Christophstr. 2
72072 Tübingen
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