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Autoren: M. Jerusalem & W. Mittag; Lehrstuhl Päd. Psychologie & Gesundheitspsychologie, Humboldt-Universität Berlin

Schwerpunkte: Suchtprävention, Lebenskompetenztraining, Standfestigkeitstraining

Zielgruppe: 11-18jährige Schüler/innen (6.-10. Klassenstufe)

 

Ziele: Gesundheitsförderung in der Schule mit Fokus auf Sucht- und Drogenprävention: Durch Förderung grundlegender Lebens- und Bewältigungskompetenzen, Verbesserung von Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen sowie den Erwerb von sozialen Fertigkeiten und Kompetenzen zur Selbstbehauptung (Standfestigkeitstraining) und zum Stressmanagement wird ein verantwortungsbewusster und selbstbestimmter Umgang mit legalen und illegalen Drogen sowie der eigenen Gesundheit bei den Jugendlichen angezielt.

Inhalte: Selbstkonzept und Selbstwertgefühl; (Selbst-)Wahrnehmung und Gefühle; Wertvorstellungen und Lebensziele; Selbstbehauptung; Konfliktbewältigung; Soziale und kommunikative Fertigkeiten Entspannung und Stressbewältigung Wissen und Information

Methodik/ Didaktik: Interaktive Unterrichtsformen, soziales Lernen, Wahrnehmungs- und Interaktionsübungen mit sozialem Feedback, Rollenspiele, themenbezogene Hausaufgaben, Fallbeispiele, Entspannungsübungen und Phantasiereisen.

Durchführung: Im Klassenverband durch den Klassenlehrer Zeitlicher Umfang: 24 Unterrichtsstunden, möglichst als Wochenstunden in einem Schulhalbjahr, alternativ: Blockungen im Rahmen von Projekttagen. Eine Kurzform des Programms ist i.V.

Trainer: Lehrer (insb. Klassenlehrer) nach Schulung durch die u.g. Institution

Evaluationsmethode: Durchführung durch die u.g. Institution Design Ergebnisevaluation, Prozessevaluation zur schulpraktischen Umsetzbarkeit und zur Durchführung der Programmmaßnahmen durch Unterrichtseinheiten, quasi-experimenteller Versuchsplan mit Prätest, Posttest, Follow-Up Stichprobe 22 Klassen mit insgesamt 357 Jugendlichen Follow-up 12 Monate

Evaluationsergebnisse: Verhaltensänderungen bei vielen Kindern und Jugendlichen: Der Alkoholkonsum der Jugendlichen konnte reduziert werden. Zahlreiche rauchende Jugendliche wurden dazu bewegt, mit dem Rauchen aufzuhören. Zur Erzielung langfristiger Programmeffekte empfehlen die Evaluationsergebnisse eine Fortführung der Maßnahmen in reduziertem Umfang für die nachfolgenden Schuljahre.

Verbreitung: k. A.

Einsatzbereiche: Schulen

Literatur: Jerusalem, M. & Mittag, W. (1997). Schulische Gesundheitsförderung: Differentielle Wirkungen eines Interventionsprogramms. Unterrichtswissenschaft, 25, 133-149. Mittag, W. & Jerusalem, M. (1999). Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. In B. Röhrle & G. Sommer (Hrsg.), Prävention und Gesundheitsförderung (S. 161-179). Tübingen: dgvt-Verlag. Mittag, W. & Jerusalem, M. (1999). Determinanten des Rauchverhaltens bei Jugendlichen und Transfereffekte eines schulischen Gesundheitsprogrammes. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 7, 183-202.

Kontakt:
Lehrstuhl Pädagogische Psychologie & Gesundheitspsychologie
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
D-10099 Berlin
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