LOGO FG Gesundheitspsychologie

dgps logo1

ss2009 07 1Bericht über die neunte Summer School der Fachgruppe Gesundheitspsychologie für Doktorandinnen und Doktoranden 9.-11. Juli 2009 in Stendal

Die Fachgruppe Gesundheitspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie veranstaltete vom 09.07.-11.07.2009 zum 9. Mal eine Summer School für Doktorandinnen und Doktoranden.

Frau Prof. Dr. Christel Salewski, Professorin für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), übernahm erneut die Organisation und Leitung der Summer School.

9. Juli 2009
Die Begrüßung Die Summer School begann am Donnerstag dem 09. Juli mit einer herzlichen Begrüßung von Prof. Dr. Christel Salewski (Hochschule Magdeburg-Stendal, FH) und Prof. Dr. Wolfgang Maiers, dem Dekan des Fachbereichs Angewandte Humanwissenschaften der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Als weitere Expertinnen und Experten waren in diesem Jahr Prof. Dr. Ralf Schwarzer (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Britta Renner (Universität Konstanz), Dr. Thomas Klauer (Universität Greifswald), Prof. Dr. Carl-Walter Kohlmann (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) sowie Prof. Dr. Claudia Wendel (Hochschule Magdeburg Stendal, FH) eingeladen. In einer ersten Vorstellungsrunde bekamen wir 10 Doktorandinnen einen ersten Eindruck über die Arbeits- und Forschungsfelder der Expertinnen und Experten sowie der anderen Teilnehmenden.

Der Vortrag zur Änderung des Gesundheitsverhaltens
Der öffentliche Vortrag von Prof. Dr. Ralf Schwarzer zum Thema „Warum ist es so schwer, das Gesundheitsverhalten zu ändern?“, in dem die Vorzüge und Schwächen verschiedener Gesundheitsverhaltensmodelle thematisiert wurden, stimmte uns auf die folgenden 3 Tage ein und lockte zudem viele Stendaler Studierende in das Audimax der Hochschule.

Die Präsentationen
Das erste Dissertationsprojekt zum Thema „Förderung alterssensitiver kognitiver Fähigkeiten im höheren Erwachsenenalter durch körperliche und kognitive Aktivierung“ wurde von Katja Linde (Universität Leipzig) vorgestellt. Besonders anregend fand sie die anschließende Diskussion, in der mögliche soziale Effekte und die Adherence als Erklärung für die verbesserten kognitiven Fähigkeiten besprochen wurden. Zudem war sie dankbar für die Hinweise, dass das kognitive Training möglicherweise zu kurz oder zu unspezifisch angelegt war, um große Wirkung erzielen zu können. Anschließend präsentierte Cathleen Illig (Universität Leipzig) den derzeitigen Stand ihres Dissertationsvorhabens zum Thema „Auswirkung von Bewegungstraining auf die Funktionen von MCI-Patienten im höheren Erwachsenenalter“. Da das Projekt in der sportwissenschaftlichen Fakultät verankert ist, war für sie besonders hilfreich, dass ihr Projekt in dieser Expertinnen- und Expertenrunde einmal mit anderen Augen betrachtet wurde.

Das Grillen
Als wir am Abend im Gerberhof, einer kleinen, gemütlichen Kneipe mit überdachtem Innenhof, eintrafen, bemühte sich das Helferteam mit großem Engagement um unser leibliches Wohl. In geselliger Runde ließen wir diesen ersten Abend ruhig ausklingen.

10. Juli 2009 Die Präsentationen
Kristin Strauß (Universität Greifswald) eröffnete den 2. Tag der Summer School mit dem Vortrag zu ihrem Projekt „Longterm effect of lifetime trauma on elderly health services utilization in people forced to migrate after World War II now resettled in Hamburg, Germany“. Im Anschluss stellte Anja Schreiber (Universität Ulm) ihr Vorhaben zu „Prävention von Übergewicht und das Körperbild bei Grundschulkindern“ vor. Da sich ihre Untersuchung noch in einem frühen Stadium befand, profitierte sie von den zahlreichen Anregungen zu Design und der Auswahl der Messinstrumente. Nach einer kurzen Pause mit Obst, Kuchen und Kaffee stellten Gudrun Sproesser und Stefanie Strohbach (Universität Konstanz) ihr gemeinsames Forschungsprojekt zu „Warum man isst, was man isst: Anreize, Motive, Ernährung und Selbstregulation“ vor. Hilfreich waren für die Beiden vor allen Dingen die Anregungen zur Auswertung der Vielzahl an qualitativen Daten. Das Mittagessen In der Cafeteria der Hochschule hatten die Helferinnen schon alles für ein leckeres Mittagessen vorbereitet. In gemütlicher Atmosphäre fiel es bei Suppe und Salat nicht schwer noch einmal über die bisher präsentierten Projekte ins Gespräch zu kommen und sich weiter auszutauschen.

Die Präsentationen
Am frühen Nachmittag stellte Dorothea König (Universität Wien) ihr Vorhaben zu „Emotionsregulation bei MigränepatientInnen und gesunden Personen vor“. Sie war bereits im vergangenen Jahr Teilnehmerin der Summer School gewesen und konnte nun ihr weiter fortgeschrittenes Projekt präsentieren. Besonders den Austausch und die Meinungen der Expertinnen und Experten sowie der anderen Doktorandinnen, die nicht in das Projekt involviert waren, empfand sie für die weitere Arbeit an der Studie äußerst bereichernd.

Abschließend sprach Judith Rauch (BG – Unfallklinik Ludwigshafen) über ihr Dissertationsprojekt zum Thema „Identifizierung von Patiententypen hinsichtlich des Rehabilitationserfolgs bei handverletzten Patienten unter besonderer Berücksichtigung psychologischer Variablen“. Vor allen Dingen die Rückmeldungen bzgl. der statistischen Auswertung sowie die diskutierten kritischen Aspekte der Arbeit waren besonders hilfreich.

Die Abendgestaltung
Nach einer Pause trafen sich die Expertinnen, Experten und Doktorandinnen im Winckelmannmuseum der Stadt Stendal, um dort etwas über das Leben, das Wirken und den Tod von Johann Joachim Winckelmann zu erfahren. Die Begehung des größten Trojanischen Pferdes der Welt (15,6 m hoch, 13 m lang und 9,5 m breit), welches seit dem Sommer 2003 den Museumshof ziert, bildete den eindrucksvollen Abschluss dieses Ausfluges.
Anschließend gingen alle gemeinsam zum Essen in das „Atrium“, ein schönes Hinterhof-Restaurant der Stadt, und beschlossen den Abend bei interessanten Gesprächen.

11. Juli 2009 -Die Präsentationen
Den letzten Tag der Summer School begann Kerstin Brusdeylins (Universität Frankfurt am Main) mit der Vorstellung ihres Projektes zu „Bewältigung von Lebensenttäuschungen aufgrund von Nicht-Ereignissen am Beispiel ungewollter Kinderlosigkeit“. Hilfreich waren für sie vor allen Dingen die Anregungen, dass Dyadisches Coping den Forschungsansatz bereichern kann sowie konkrete Hinweise zur Literatur. Abschließend stellte Katharina Will (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) ihr Vorhaben zum Thema „Planungsintervention in der Raucherentwöhnung – Eine randomisiert kontrollierte Studie im match-mismatched Design“ vor. Die Erfahrung, dass alle anderen Doktorandinnen mit ähnlichen „Forscherrealitäten“ (z.T. problematische Rekrutierung von Probanden, Schwierigkeiten beim Follow-up, etc.) zu kämpfen hatten und die Rückmeldung der Experten, damit möglichst pragmatisch umzugehen, hat ihr für die weitere Arbeit am meisten geholfen.

Der Abschluss
Dorothea König hatte, wie bereits im vergangenen Jahr, die Summer School auch mit der Digitalkamera dokumentiert. In entspannter Atmosphäre schauten wir uns abschließend alle gemeinsam die in den vergangenen 3 Tagen entstandenen Bilder an. Alle Doktorandinnen der Summer School erhielten eine Teilnahmebestätigung von Prof. Dr. Britta Renner. Schließlich verabredeten wir uns für ein baldiges Wiedersehen und traten die Heimreise an.

Ein herzlicher Dank
Dieser gilt zunächst einmal Prof. Dr. Christel Salewski, die durch ihr Engagement diese Summer School möglich gemacht hat. Weiter wollen wir uns bei allen Expertinnen und Experten für die zahlreichen Anregungen, Hinweise und Vorschläge bedanken. Ein ganz besonderer Dank soll an dieser Stelle die fleißigen Helferinnen Bettina Lutze, Janine Lowke, Jacqueline Senftleben und Christin Mohr erreichen, ohne die ein so reibungsloser Ablauf der Summer School nicht möglich gewesen wäre. Vielen herzlichen Dank für den Kaffee, die liebevoll hergerichteten Essenstafeln, Kuchenplatten, Obstteller und die vielen Kleinigkeiten, deren Erwähnung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde! Herzlichen Dank!

Der Bericht wurde erstellt von Gudrun Sproesser und Stefanie Strohbach.

  • ss2009_01
  • ss2009_02
  • ss2009_03
  • ss2009_04
  • ss2009_05
  • ss2009_06
  • ss2009_07
  • ss2009_07_1
  • ss2009_08
  • ss2009_09
  • ss2009_10