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img 2863Bericht über die achte Summer School der Fachgruppe Gesundheitspsychologie für Doktorandinnen und Doktoranden 3.-5. Juli 2008 in Stendal

Bereits zum 8. Mal fand vom 03. bis 05. Juli 2008 die Summerschool für Doktorandinnen und Doktoranden der Gesundheitspsychologie statt. In diesem Jahr hat Frau Prof. Dr. Christel Salewski, Professorin für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal die Organisation übernommen und richtete die Summerschool in dem neuen Gebäude der FH aus.

Am Donnerstag um 16.00 Uhr startete die Summerschool der Gesundheits-psychologie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Expertinnen und Experten wurden von Frau Prof. Dr. Christel Salewski (FH Magdeburg-Stendal) herzlich begrüßt. Weitere Experten waren Frau Prof. Dr. Britta Renner (Universität Konstanz) und Vorsitzende der Fachgruppe Gesundheitspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie sowie Präsidentin der European Health Psychology Society. Aus Stendal waren Frau Prof. Dr. Gabriele Franke und Herr Prof. Dr. Matthias Morfeld anwesend. Herr Dr. Thomas Klauer (Universität Rostock) und Prof. Dr. Carl-Walter Kohlmann (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) komplettierten das Team.

In der Vorstellungsrunde lernten wir nicht nur die Experten, sondern auch die 11 Doktorandinnen und Doktoranden der Gesundheitspsychologie kennen, die von Flensburg bis Konstanz und auch aus Österreich zu dieser Summerschool angereist waren. Anschließend konnten wir uns mit leckerem Kuchen, frischen Kirschen und Kaffee für das weitere Programm stärken.

Vortrag zur Lebensqualität
Nach der Begrüßung gingen wir in den neuen und klimatisierten Audimax der FH Stendal. In dem Eröffnungsvortrag stellte uns Prof. Dr. Matthias Morfeld das Konzept der Lebensqualität aus soziologischer und psychologischer Perspektive dar. Die Erfassung des latenten Konstrukts mittels Fragebögen sowie deren Entwicklung, Übersetzung und Implementation und schließlich die Verbindung mit der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) der WHO wurden in dem Vortrag erörtert. Präsentationen

Im Anschluss an den Vortrag stellte Anna Levke Brütt (Universität Flensburg) ihr Dissertationsprojekt zu „Subjektive Krankheitstheorien von adipösen Jugendlichen“ vor. Da sich das Vorhaben noch in einem frühen Stadium befand, konnten die Diskussion mit Kritik und Anregungen zum Design und zu Erhebungsmethoden weiterhelfen. Die Präsentation von Olivia Kada (FH Kärnten) handelte von der interessanten sowie aktuellen Thematik der Versorgung älterer Menschen unter dem Titel „Vom Heim ins Krankenhaus und zurück? Belastungserleben und Bewältigungsverhalten institu-tionalisierter Älterer in Kärnten im Zusammenhang mit Krankenhausaufenthalten“. Ein anspruchsvolles Vorhaben, meinten die Experten und diskutierten unter anderem über die Rekrutierung der Stichprobe.

Grillen
Dem drohenden Gewitter zum Trotz grillten wir am Abend des ersten Tages, wobei wir zum Essen dann doch die neue Cafeteria aufsuchten, in der die fleißigen Helferinnen ein tolles Salatbuffet aufgebaut hatten. Bei Wein, Bier oder Wasser ließen wir dort auch den Abend ausklingen.

4. Juli 2008

Bei strömendem Regen machten wir uns -ausgerüstet mit Regenschirmen- nach dem Frühstück im Hotel auf den Weg zur FH. Vor uns lag ein Tag mit straffem Programm, das mit einer Stadtbesichtigung im benachbarten Tangermünde enden sollte. Präsentationen Den ersten der insgesamt sechs Vorträge am Freitag hielt Birgit Bader (Universität Salzburg). Sie war bereits im Vorjahr Teilnehmerin der Summer-school in Bremen gewesen und konnte nun ihr fortgeschrittenes Projekt zu „Stalking aus der Perspektive der Opfer“ vorstellen. Sie präsentierte uns trotz der Schwierigkeiten bei der Rekrutierung der Stichprobe Daten von 84 Stalking Opfern und Kontroll-personen. Im Anschluss stellte Karen Hildebrandt (Universität Gießen) ihr Vorhaben „Stadienspezifische Untersuchung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen und Kognitionen bei Personen mit ernährungsmitbedingter Erkrankung unter Berücksichtigung der Alltagssituation“ vor. Hierzu hatte sie bereits einen Fragebogenentwurf gestaltet, den wir kritisch beäugten.

Nach einer Pause mit Kaffee, Kuchen und Kirschen präsentierte uns Daniela Kahlert (Universität Potsdam) ihr Projekt „Nachhaltige Verhaltensänderung - Eine Frage des Optimismus?“. Hier diskutierten wir mit den Experten über die Messbarkeit von Optimismus und über ein objektives Maß zur Erfassung der körperlichen Aktivität, das Daniela mit dem Aktigraph messen möchte. Dorothea König (Universität Wien) informierte uns über ihr Vorhaben zu Emotionsregulation und Empathie bei Migräne. An der Universität Wien wird sie ihr Projekt in Kooperation mit Schmerzambulanzen durchführen, die Datenerhebung wird bald beginnen. Mittags Für ein Mittagessen hatte das Organisationsteam auch gesorgt und so stand für uns ein großes Salatbuffet und warme Suppe in der Cafeteria bereit. Beim Essen war auch etwas Zeit, um noch einmal über die Vorträge zu diskutieren und noch im Nachhinein aufkommende Fragen zu klären.

Präsentationen
Nach dem Mittagessen stellte Norbert Lenartz (Universität Bonn) sein Dissertationsprojekt zu „Gesundheits-kompetenz: Modellentwicklung und erste Validierung unter besonderer Betonung selbstregulativer Komponenten“ vor. Eingegliedert in ein größeres Projekt der Freien Universität Berlin und der Universität Bonn bietet ihm das viele Möglichkeiten seine Daten zu erheben. Welche Gesichtspunkte besonders interessant für die Gesundheitskompetenz seien und welche Möglichkeiten es gibt diese zu erheben, diskutierten wir in der Gruppe. Im Anschluss konnte Stefan Huber (FU Berlin) sein ebenfalls an dieses Kooperationsprojekt angegliedertes Dissertationsvorhaben „eHealth Literacy: Gesundheitskompetenz im Kontext der modernen Informationsgesellschaft“ vorstellen. Er möchte gern die über das Internet angebotenen Gesundheitsinformationen genauer erforschen. Studien konnten bereits zeigen, dass das Internet immer mehr auch als Quelle für Gesundheitsinformationen genutzt wird, und die Relevanz dieses Themas in Zukunft sicher noch steigen wird. Nach dem Vortrag waren wir alle erstaunt, wie schnell der Tag verging und wir schon zum informellen Teil des Programms übergingen.

Tangermünde
Nachdem wir alle das etwas versteckte Gleis 2a am Stendaler Bahnhof gefunden hatten, fuhren wir gemeinsam nach Tangermünde, nach ersten Infos „eine Kleinstadt an der Elbe in der Altmark mit 1000jähriger Geschichte, u.a. erhaltene Stadtmauer, Burganlagen und Fachwerkhäuser, sehr bekannt auch das kulinarische Angebot und die Elbtalauen in der Umgebung“. Vor Ort trafen wir dann eine sehr engagierte Stadtführerin, die uns zunächst im gotischen Rathaus die Geschichte der Grete Minde erzählte und uns dann bei mittlerweile wieder sonnigem Wetter die historischen Sehenswürdigkeiten von Tangermünde zeigte, nicht ohne hin und wieder mit einer kleinen Spitze die Nachbarstadt Stendal anzugreifen. Nachdem wir auch den Ort, wo die Tanger in die Elbe mündet und sich so auch der Name der Stadt erschloss, gingen wir zur Kirche, wo wir im „Kuhschwanz“, einem urigen Lokal, das vor etwa 40 Jahren mal eine Schule war, und mit vielen Utensilien aus der Zeit ausgestattet war, gemeinsam zu Abend aßen. Unter anderem gab es eine Speisekarte im Stile eines alten Schulhefts, Schultüten an der Wand und diverse Utensilien aus dem Chemieunterricht vergangener Jahre. Mit dem Taxi fuhren wir zurück nach Stendal, und einige entschlossen sich noch, den Abend in einer Kneipe ausklingen zu lassen.

5. Juli 2008
Nach dem Frühstück trafen wir uns und gingen, etwas traurig, dass dies nun schon der letzte Tag war, zur FH. Pünktlich begannen wir auch den letzten Tag, an dem zwei weitere Projekte vorgestellt wurden.

Präsentationen
Stefanie Meier (PH Schwäbisch-Gmünd) „Entwicklung eines Fragebogens zum Gesundheitsverhalten von Kindern“. Sie konnte schon einige Studien zu präsentieren und in der Diskussion wurden vor allem über für Kinder relevante Aspekte von Gesundheit und mögliche Items, die noch in den Fragebogen integriert werden könnten, angesprochen. Marianna Gotovos (Universität Freiburg) hatte schon zum zweiten Mal die Möglichkeit, ihr Dissertationsprojekt vorzustellen, dieses Mal jedoch konnte sie die Entwicklung ihrer Arbeit und einige erste Ergebnisse der experimentellen Studie vorzeigen. Ziel des Dissertationsprojektes ist es zu untersuchen, welche Auswirkungen eine präoperative psychologische Vorbereitung für Kinder auf ihren postoperativen Verlauf haben kann. Ein besonderer Schwerpunkt der Dissertation war die Untersuchung klinisch und praktisch relevanter Auswirkungen und Kriterien. In einer kurzen Abschlussrunde konnten wir uns noch einmal die vielen Fotos auf der Leinwand anschauen und die spannenden zweieinhalb Tage Revue passieren lassen.

Dank
Herzlich bedanken möchten wir uns bei den Experten, die jeden von uns durch ihre Anregungen und kritischen Anmerkungen weitergebracht haben. Speziell gilt unser Dank auch den Studentinnen und Helferinnen Stefanie Strohbach, Melanie Jagla, Bettina Lutze und Susanne Jäger, die an der Planung und Durchführung der Summerschool beteiligt waren und die Tage wundervoll organisiert haben.

Der Bericht wurde erstellt von Anna Levke Brütt.

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