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Autor: G. Bodenmann; Universität Zürich; Lehrstuhl für klinische Psychologie

Schwerpunkte: Dyadische Stressbewältigung; partnerschaftliche Kommunikations- und Problemlösekompetenzen

Zielgruppe: Paare, die ihre Beziehung pflegen und stärken wollen; Ehevorbereitung; keine Krisenpaare

 

Ziele: Förderung relevanter Kompetenzen zur Führung einer längerfristig stabilen und glücklichen Partnerschaft

Inhalte: Einführung in das Thema Stress und dessen Bewältigung; Förderung der partnerschaftlichen Stressbewältigung, Kommunikations- und Problemlösefertigkeiten; Fairness und Gerechtigkeit in der Partnerschaft

Methodik/ Didaktik: Theoretische Inputvorträge zur Wissensvermittlung; Videobeispiele (Partnerschaftskommunikation, dyadisches Coping); individuelle und partnerschaftliche Reflexionsübungen (Unterstützungsverhalten, Kommunikationsfehler, Kosten-Nutzen); kognitive Interventionen; vier gecoachte Paargespräche

Durchführung: Anderthalb- oder zweitägiges Wochenendtraining (13,5 oder 18 Stunden). I.d.R. 6-8 Paare mit intensiver Begleitung durch 1 TrainerIn pro 2 Paare. Spezielle 5 tägige Trainerausbildung mit anschließender Supervision und Intervision, schriftlicher und praktischer Prüfung. Lizenzierung für jeweils 3 Jahre. Liste der TrainerInnen über paarlife erhältlich

Evaluationsmethode: Durchführung vor allem an der Universität Zürich, Evaluation erfolgte bisher in drei Längsschnittstudien: 1. Studie (N = 143 Paare): Kontroll-Interventionsgruppen-Vergleich über einen Zeitraum von 2 Jahren; 2. Studie (N = 60 Paare): Vergleich von zwei Varianten des paarlife-Trainings über den Zeitraum von 1 Jahr; 3. Studie (N = 150 Paare): 3-Gruppen-Vergleichsstudie (paarlife, Triple P, Kontrollgruppe) über den Zeitraum von 1 Jahr.

Evaluationsergebnisse: Paare, welche am paarlife-Training teilgenommen haben, zeigen signifikante, längerfristig stabile Verbesserungen bezüglich ihrer Kommunikationsqualität sowie individuellen und dyadischen Stressbewältigung. Sie weisen auch zwei Jahre nach der Teilnahme am Training eine höhere Partnerschaftszufriedenheit auf. Positive Effekte sind auch bezüglich des Wohlbefindens der Partner, der Lebenszufriedenheit, Sexualität und elterlichen Erziehungskompetenzen nachweisbar (damit einhergehend auch eine Verbesserung des Befindens der Kinder).

Verbreitung: Das paarlife-Training wird in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache in Deutschland und der Schweiz angeboten.

Literatur: Bodenmann, G. & Shantinath, S. D. (2004). The Couples Coping Enhancement Training (CCET): A new approach to prevention of marital distress based upon stress and coping. Family Relations, 53 (5), 477-484. Bodenmann, G., Bradbury, T. N. & Pihet, S. (2009). Relative contributions of treatment-related changes in communication skills and dyadic coping skills to the longitudinal course of marriage in the framework of marital distress prevention. Journal of Divorce and Remarriage, 50, 1-21.

Kontakt: Birgit Kollmeyer, Universität Zürich, Lehrstuhl Prof. Dr. Bodenmann, Kinder/Jugendliche & Paare/Familien, Binzmühlestrasse 14/23, CH-8050 Zürich, www.paarlife.ch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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