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Autoren: J. Junge, S. Neumer, R., Manz & J. Margraf; Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, TU Dresden

Schwerpunkte: Prävention von Angststörungen und Depressionen, Stressprävention

 

Zielgruppe: Jugendliche (ca. 13-18 Jahre), Modifikationen auch für junge Erwachsene

Ziele: Primäre Prävention von Angststörungen und Depressionen: Modifikation kognitiver Verzerrungen, Abbau dysfunktionaler Verhaltensweisen (v.a. Vermeidungsverhalten), Vermittlung von Stressbewältigungstechniken (z.B. Entspannung, systematisches Problemlösen), Förderung sozialer Kompetenzen

Inhalte: Entsprechend eines kognitiv-behavioralen Störungsverständnisses werden Wissen zur Stressentstehung sowie zur Entwicklung und Aufrechterhaltung von Ängsten und Depression sowie darauf aufbauende Bewältigungstechniken vermittelt. Das Programm kombiniert somit störungsspezifische Komponenten, die sich auf potenzielle Risikofaktoren für die Entwicklung von Ängsten und Depressionen beziehen, mit allgemein gesundheitsfördernden Programmbausteinen (z.B. Training sozialer Fertigkeiten und Stressbewältigung).

Methodik/ Didaktik: interaktive Wissensvermittlung Verhaltensexperimente Selbsterfahrungsübungen Rollenspiele Schriftliche Arbeitsmaterialien Hausaufgaben vertiefende Wissensmaterialien für das Selbststudium

Durchführung: 8 Sitzungen à 90 min. (erweiterbar um zusätzliche Übungseinheiten je nach Zielgruppe) in Gruppen von 8-12 Teilnehmer (auch ganze Schulklasse bei Einsatz mehrerer Moderatoren möglich)

Trainer: Psychologen; Pädagogen und Sozialpädagogen sowie verwandte Bereiche nach Moderatorenschulung durch u.g. Institution

Evaluationsmethode: Durchführung Technische Universität Dresden in Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund Public Health Sachsen, Leitung: J. Margraf, R. Manz Design Quasi-experimentelles Design mit Prä- und Posttest und Follow-up Stichprobe Klassenstufen 9 und 10 im Alter zwischen 14 und 18 Jahren (N=612). Follow-Up nach 6 und 15 Monaten

Evaluationsergebnisse: GO! hat sich in der Evaluation durch die Jugendlichen und Moderatoren als attraktiv, zielgruppengerecht und im schulischen Setting einsetzbar erwiesen. Die Intervention wirkte langfristig stabil psychoedukativ (Wissenszuwachs über psychologische Aspekte von Stress, Angst, Depressivität u.a.). Bezüglich der Veränderung von potenziellen Risikofaktoren für die Entwicklung ängstlich-depressiver Symptomatik konnten Programmeffekte in den Bereichen dysfunktionale Kognitionen, Vermeidungsverhalten und soziale Probleme im Sinne der Hypothese nachgewiesen werden. Es handelte sich hierbei zumeist um kleine Effekte, die in der Regel langfristig, d.h. bis zum 15-Monats-Follow-Up, nicht stabil waren..

Verbreitung: eher gering, einzelne Schulklassen, Studentenberatungsstelle, Nachhilfeeinrichtungen

Einsatzbereiche: Schule, aber auch Jugendeinrichtungen (sozialpädagogischer Bereich), Bildungsträger, Nachhilfeeinrichtungen; klinischer Bereich

Literatur: Junge, J., Neumer, S., Manz, R., & Margraf, J. (2002). Gesundheit und Optimismus (GO). Ein Trainingsprogramm für Jugendliche. Weinheim: PVU/Beltz Verlag. Junge, J., Annen, B., & Margraf, J. (in press). GO! - Ein Programm zur Prävention von Angst und Depression bei Jugendlichen. Langzeiteffekte und Weiterentwicklungen. In B. Röhrle (Ed.), Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche. Berlin: DGVT-Verlag. Junge, J., Manz, R., Neumer, S. & Margraf, J. (2001). GO! - „Gesundheit und Optimismus". Ein Programm zur primären Prävention von Angst und Depression bei Jugendlichen. In R. Manz (Ed.), Psychologische Programme für die Praxis. Prävention und Gesundheitsförderung. (Vol. Bd. 3, S. 41-76), Tübingen: DGVT-Verlag. Manz, R., Junge, J. & Margraf, J. (2001). Prävention von Angst und Depression bei Jugendlichen - Ergebnisse einer Follow-Up-Untersuchung nach 6 Monaten. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 9(4), 168-179. Neumer, S., Junge, J., Bittner, A., Manz, S. & Margraf, J. (2001). GO! - "Gesundheit und Optimismus". Ein Programm zur Primären Prävention von Angst und Depression bei jungen Frauen. In R. Manz (Ed.), Psychologische Programme für die Praxis. Prävention und Gesundheitsförderung (S. 77-106). Tübingen: DGVT.

Kontakt:
Dr. Juliane Junge
Technische Universität Dresden
Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie
Chemnitzer Str. 46
01187 Dresden
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