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musikantenBericht über die sechste Summer School der Fachgruppe Gesundheitspsychologie für Doktorandinnen und Doktoranden 1.-3. Juni 2006 in Bremen

In diesem Jahr fand die sechste Summer School für Doktorandinnen und Doktoranden der Fachgruppe Gesundheitspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie statt, zu der Prof. Dr. Britta Renner an die International University Bremen einlud. Ziel der Summer School war wieder, die teilnehmenden Promovierenden in ihren Dissertationsprojekten zu unterstützen. Die Vorstellung des jeweiligen Projektes sollte in eine Diskussion zwischen den geladenen Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Gesundheitspsychologie und den Promovierenden hinsichtlich der Umsetzung der Projekte und der Bearbeitung der Daten übergehen. Als Expertinnen und Experten nahmen Prof. Dr. Ralf Schwarzer (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Christel Salewski (Fachhochschule Magdeburg/Stendal), Prof. Dr. Britta Renner (International University Bremen), Prof. Dr. Ursula Staudinger (International University Bremen), Prof. Dr. Ben Godde (International University Bremen) und Dr. Claudia Voelcker-Rehage (International University Bremen) teil.

Da die Gesundheitspsychologie vielschichtig ist, deckten auch die Beiträge der Promovierenden ein breites Spektrum an Forschungsfragen ab. So begann Sanna Stroth vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm mit ihrem Vortrag zum „Einfluss von körperlicher Aktivität auf kognitive Funktionen unter Berücksichtigung einer genetischen Typisierung“.

Am zweiten Tag folgten zwei Arbeiten aus dem Projekt URMEL-ICE an der Universität Ulm von Olivia Wartha zum Thema „Adipositasprävention und kardiovaskuläres Risikoprofil bei Grundschülern“ sowie von Susanne Brandstetter zum Thema „Wie gut ist das HAPA-Modell geeignet, das Gesundheitsverhalten von Kindern abzubilden?“. Ebenfalls ein Projekt mit Kindern stellte Claudia Kröhl vom IFT in München vor: „Eltern und die Gesundheit ihrer Kinder: Auswirkungen der elterlichen Selbstwirksamkeits­erwartung, Handlungsergebniserwartung und Risikowahrnehmung auf das gesundheitsfördernde Verhalten in Bezug auf ihre Kinder“.

Eine weitere Arbeit auf der Basis des HAPA-Modells präsentierte Silke Burkert von der Charité in Berlin, in dem es um das „Dyadische Planen und seine Mechanismen: Beckenbodentraining nach radikaler Prostatatektomie“ ging.

Im sozialpsychologischen Bereich angesiedelt war die Arbeit von Jeannine Ohlert von der Universität Mainz zum Thema „Social loafing und Gesundheitsverhalten bei Sportlern“.

Im Schnittbereich zur Arbeits- und Organisationspsychologie lag der Vortrag von Gunnar Schwan von der Humboldt Universität zu Berlin, dessen Projekt die „Akzeptanz von Früherkennungstests für Darmkrebs“ untersucht. Am letzten Tag stellte Daniela Zahn von der Universität Mainz ihre Arbeit vor, die mit dem Thema „Gesundheitsbezogene Lebensqualität und Prognose bei schwerer Herzinsuffizienz“ einen weiteren Bereich der gesundheits­psychologischen Forschung abdeckte.

Der abschließende Betrag von Marta Gonçalves von der Universität Zürich mit dem Titel „Migrantenkinder im Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung: Die Portugiesischsprachige 2. Generation in der Schweiz“ war im Bereich von Public Health anzusiedeln, untersuchte gleichzeitig aber auch eine wichtige gesundheitspsychologische Fragestellung, nämlich was eigentlich in der Vorstellung von Laien psychische Gesundheit und Krankheit bedeutet.

Diese Vielfalt von und die Diskussion über die gesundheitspsychologischen Vorträgen mit Seitenarmen in benachbarten Bereichen wie der Entwicklungs-, Sport-, Arbeits- und Organisationspsychologie, den Neurowissenschaften und der Medizin stellten nicht nur für die Vortragenden eine wichtige Bereicherung durch Ratschläge und neue Überlegungen dar, sondern für alle Teilnehmenden.

Die explizite Aufforderung, noch offene Fragen zu stellen und ungelöste Probleme zu diskutieren, trug darüber hinaus dazu bei, eine kritische, aber kollegiale sowie eine Diskussion voller hilfreicher Anregungen und Lösungsvorschlägen zu führen. Dabei konnten die Promovierenden vor allem auch durch die unterschiedlichen Stadien der Dissertation von einander profitieren, da diejenigen, die das Planungsstadium bereits durchlaufen hatten, wichtige Hinweise geben konnten und gleichzeitig erkennen ließen worauf es in den späteren Stadien der Datenauswertung und Diskussion noch ankommen wird.

Zwischen dem Beginn der Summer School am Donnerstagnachmittag und ihrem Abschluss am Samstagmittag gab es neben den Projektvorstellungen dank der Kaffeepausen samt Verpflegung zwischen den Vorträgen und des wohl organisierten Rahmenprogramms auch noch genügend Raum für informellen Austausch, private Gespräche und geselliges Beisammensein, für die Erkundung des Campus der IUB und für die Graduiertenfeier sowie für eine Stadtführung durch die Bremer Altstadt zur Weser. Sogar das Wetter meinte es gut mit uns und schickte uns wenigstens für unseren Ausflug nach Bremen Sonnenschein. Für das leibliche Wohl war sowohl auf dem Campus am ersten Abend bei Finger Food im Jacobs Center for Lifelong Learning and Institutional Development, als auch am zweiten Tag zum Mittag in einem der drei Colleges der IUB sowie am zweiten Abend in der über 100 Jahre alten Mühle in der Bremer Innenstadt gesorgt.

Nachdem alle Vorträge besprochen waren, sollte in der Abschlusssitzung noch einmal an das Netzwerk von Doktoranden und Doktorandinnen der Gesundheitspsychologie (Gesudok) erinnert werden, das im vergangenen Jahr initiiert wurde, um den gemeinsamen Austausch langfristig und niedrigschwellig zu gewährleisten.

Zum Abschluss der diesjährigen Summer School blieb nur noch das Dankeschön an die Doktoranden und Doktorandinnen für ihre interessanten Vorstellungen, aber in erster Linie an die Expertinnen und Experten, deren Wissen und Ratschläge unsere Diskussion bereichert und gelenkt haben, und nicht zuletzt an Prof. Dr. Britta Renner und die Promovierenden der IUB Martina Panzer, Freda-Marie Hartung, Youlia Spivak und Andries Oeberst, durch deren Mithilfe bei der Organisation wir Teilnehmenden uns in Bremen willkommen und gut umsorgt gefühlt haben. Wie unseren Vorgängern in den vergangenen Jahren bleibt uns an dieser Stelle nur, die kommenden Promotionsjahrgänge zu ermutigen, die Möglichkeit wahr zunehmen, an der Summer School teilzunehmen, um Erfahrungen, Anregungen, Kontakte und Vernetzung zu gewinnen, und so die Tradition weiterzuführen.

Die Sommerschüler 2006

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