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landau1Bericht über die vierte Summer School der Fachgruppe Gesundheitspsychologie für Doktorandinnen und Doktoranden 18.-20. Juni 2003, Landau (Pfalz)

Welch breite thematische Vielfalt sich hinter dem Begriff "Gesundheitspsychologie" verbirgt, wurde auch bei der diesjährigen Summer School vom 18.-20. Juni 2003 deutlich.

Auf Einladung von Frau Prof. Dr. Schröder kamen sieben Doktorandinnen und ein Doktorand sowie fünf Expertinnen und Experten nach Landau, um sich ein Wochenende lang mit gesundheitspsychologischer Forschung und praktischer Sozial- und Gesundheitspsychologie -in Form von geselligen Abenden bei kulinarischen Leckerbissen und einer Wanderung durch den Pfälzer Wald- zu beschäftigen.

Als ExpertInnen standen dieses Jahr Dr. Gabriele Dlugosch (Landau), Prof. Dr. Michael Eid (Landau), Prof. Dr. Annette Schröder (Landau), Prof. Dr. Claus Vögele (Luton, UK) und Prof. Dr. Hannelore Weber (Greifswald) für inhaltliche Diskussionen über unsere Dissertationsprojekte und persönliche Gespräche zur Verfügung.

Die Fragestellungen der Projekte waren breit gefächert und die Stadien der Arbeiten sehr unterschiedlich; während einige gerade die Planungsphase abgeschlossen hatten und das Konzept vorstellten, konnten andere hingegen erste Ergebnisse präsentieren.

Von Isolde Daig (Berlin) wurde das Thema "The aging male - Determinanten klimakterischer Beschwerden bei Männern im mittleren und hohen Erwachsenenalter" zur Diskussion gestellt und Manja Vollmann (Greifswald) stellte ein Projekt vor, das die Reaktionen auf optimistisches, pessimistisches und realistisches Verhalten untersucht.

Zu dem Bereich des Gesundheitsverhaltens präsentierte zum einen Nicole Granrath (Düsseldorf) ein von ihr entwickeltes Programm zur Comlianceförderung in der Parodontaltherapie. Zum anderen stellte Martina Kanning (Stuttgart) ihre Studie vor, die sich mit dem Prozess der Verhaltensänderung bei koronaren Herzerkrankungen während der Aufnahme und Beibehaltung von körperlich-sportlicher Aktivität beschäftigt.

Zwei weitere Studien untersuchen gesundheitspsychologische Aspekte bei Frauen mit Brustkrebs: Frauke Reitz (Freiburg) beschäftigt sich mit Erklärungsansätzen zur Risikowahrnehmung von Brustkrebs, während die religiöse Bewältigung kritischer Lebensereignisse am Beispiel der Krankheitsverarbeitung von Brustkrebspatientinnen Gegenstand der Arbeit von Claudia Müller (Trier) ist.

Auch aus dem Bereich des Kindesalters wurden Studien vorgestellt: So untersucht Uwe Heim-Dreger (Schwäbisch-Gmünd) Möglichkeiten der Verhaltensvorhersage durch implizite Angstdiagnostik in der Grundschule und Judith Herwig (Freiburg) präsentierte Ergebnisse einer Studie in Mutter-Kind-Maßnahmen zum Zusammenhang zwischen Belastungen der Mütter und psychischen Auffälligkeiten der Kinder.

Neben den kritisch-konstruktiven und sehr hilfreichen Diskussionen über die vorgestellten Projekte und gesundheitspsychologische Themen im Allgemeinen blieb genug Raum für Fragen zu Karriereplanung und Auslandsaufenthalten, für Tipps und Tricks zu Publikationen, und für einen Crash-Kurs über Strukturgleichungsmodelle und andere methodische Tücken.

Abgerundet wurden die arbeitsintensiven Tage durch einen gemütlichen und sehr unterhaltsamen Abend im Hof einer Weinstube mit Flammkuchen und Pfälzer Wein sowie durch einen Spaziergang (auch wenn eine behauptet, es sei eine Bergwanderung gewesen!) durch den Pfälzer Wald mit anschließender Einkehr in einen rustikalen Biergarten.

Hier gab es genug Gelegenheit, nicht nur die regionale Kultur etwas besser kennen zu lernen, sondern auch Diskussionen und persönliche Gespräche in einem informellen Rahmen fortzusetzen. Neben einem Trockenkurs über richtiges Zähneputzen kam auch der kulturelle Austausch zwischen Nord und Süd, West und Ost (Stichwort "Kehrwoche" oder "Kinderbücher") nicht zu kurz... Alles in Allem haben wir an diesem Wochenende nicht nur viel für unsere eigene Weiterarbeit und Karriereplanung gelernt, sondern haben auch wichtige persönliche Kontakte geknüpft.

Ein herzliches Dankeschön für die tolle Planung und Organisation, den Abholservice vom Bahnhof und die fürsorgliche Betreuung geht an Frau Schröder (und ihre Mitarbeiterinnen), die sogar den Kauf eines Dankes-Blumenstraußes zu einem Abenteuer der besonderen Art werden ließ.

Die SommerschülerInnen 2003

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